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Dem toten Winkel den Kampf ansagen TRIXI®-SPIEGEL

Dem toten Winkel den Kampf ansagen, mit Hilfe von „TRIXI®-Spiegel“:

Stadt Hameln macht fünf Kreuzungen für Radfahrer sicherer (ww).

PRESSEINFORMATION
18.09.2020

An eine Situation aus seinen mehr als 30 Jahren als Kraftfahrer erinnert sich Andreas Kernke besonders eindringlich. In England war das, Linksverkehr, verschärfte Bedingungen also für den Mann aus Emmerthal. Beim Abbiegen rammte er mit seinem Lkw einen Kleinwagen. „Ich habe den einfach nicht gesehen“, sagt Kernke – mehrere Meter habe er das Auto über eine Kreuzung geschoben, der Fahrer sei zum Glück unverletzt geblieben. „Das vergisst man nicht“, sagt Kernke heute – und beantwortet damit auch gleich die Frage, warum ihm seine Mission so wichtig ist.

Kernkes Mission: Kreuzungen sicherer machen. Für alle Verkehrsteilnehmer, vor allem aber: für die schwächsten. Im Straßenverkehr sind das meist die Radfahrer. So umsichtig man auch fährt, so penibel sich alle an Vorfahrtsregeln halten: Vor allem große Fahrzeuge wie Lkws, Sprinter, Linien- oder Reisebusse sind oft unübersichtlich, die Fahrer können direkt neben ihnen stehende oder fahrende Radfahrer oft nicht sehen – da hilft auch kein Schulterblick.

Die Lösung für dieses Problem ist rund, hängt in etwa drei Metern Höhe, kostet nur 120 Euro und heißt Trixi: Sechs von diesen „Trixi-Spiegel“ genannten Verkehrslupen hat die Stadt Hameln nun im gesamten Stadtgebiet angebracht, um Kreuzungen für Radfahrer sicherer zu machen. Gespendet hat sie Kraftfahrer Andreas Kernke – mit Hilfe seines Vereins „Allianz im deutschen Transportwesen e. V.“, aber auch aus privaten Mitteln. Nun übergab er die Spiegel an Oberbürgermeister Claudio Griese, der sich für das Engagements bedankte: „Es kann so einfach sein, den Verkehr für alle Teilnehmer sicherer zu machen.“

An vier Kreuzungen und Einmündungen im Stadtgebiet, die bislang für Radfahrer gefährlich waren, wird dem toten Winkel nun also der Kampf angesagt. An der Deisteralle/Ecke 164er Ring, am Bahnhofskreisel in Richtung Bahnhofstraße, am Hastenbecker Weg/Ecke Fluthamelstraße, am Mertensplatz/Ecke Süntelstraße sowie an der Kreuzung Süntelstraße/Wilhelm-Busch-Straße hängen die kleinen, effektiven Verkehrsspiegel nun. Die Standorte hat die Stadt gemeinsam mit Andreas Kernke und Busfahrern der Öffis ausgewählt.

Bleibt noch eine Frage offen: Warum eigentlich Trixi? „Mitte der 1990er Jahre wurde ein kleines Mädchen in Bayern von einem abbiegenden Betonmischer überrollt“, erklärt Kernke. Trixi, die eigentlich Beatrix heißt, überlebte – sitzt seit dem Unfall allerdings im Rollstuhl. Trixis Vater erfand daraufhin den Trixi-Spiegel. Und Menschen wie Andreas Kernke und der Verein „Allianz im deutschen Transportwesen e. V.“ sorgen seither dafür, dass wir Geschichten wie die von Trixi in Zukunft nicht mehr lesen müssen.


Aktion TRIXI®-SPIEGEL gegen toten Winkel

Es vergeht kaum ein Tag in Deutschland ohne einen Abbiegeunfall. Verursacher sind meistens kleine oder große LKW, die Opfer sind Fußgänger jeden Alters sowie Radfahrer. Die Unfallopfer sind meistens schwer verletzt, durchschnittlich mehr als einmal pro Woche kommt jemand durch einen solchen Abbiegeunfall zu Tode. Aber auch die verursachenden Fahrer sind oft für ihr Leben gezeichnet, nicht selten geschieht solch ein Unglück erfahrenen Fahrern, die schon lange unfall- und punktefrei sind. Niemand macht so etwas mit Absicht und dennoch stehen wir Fahrer im immer schlechterem Licht und werden mittlerweile sogar durch Medien wie z.B. dem STERN als Totmacher bezeichnet. So wird eine ganze Branche pauschal öffentlich verunglimpft.

Plakat Toter Winkel – Freigabe mit freundlicher Genehmigung der Meyer & Meyer Gruppe Osnabrück

Solche Unfälle können nur vermieden werden, wenn alle mithelfen, diese vermeidbare Unfälle zu verhindern. Hier hilft nur die Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer, was aber leider auch Jahre in Anspruch nehmen wird, wenn man im Kindergarten damit anfängt. Wir von der Allianz im deutschen Transportwesen e.V. wollen unseren Beitrag dazu leisten und mithelfen, die Gefahr zu verringern.  Wir wollen durch Aufklärung, Schulung, Verantwortung, Rücksicht, Vorsicht, Vorrausschau usw. das Miteinander im Strassenverkehr fördern. Aber was hilft sofort und unmittelbar? Was dauert nicht eine ganze Lastwagengeneration bis zur flächendeckenden Umsetzung?

Wir rufen unsere Kollegen auf, ihre Spiegel so einzustellen, dass sie die optimale Sicherheit gewährleisten.  (Unterweisungskarte G7 – Spiegel einstellen und Unterweisungskarte G8 – sicher Abbiegen ; kann von der BG Verkehr heruntergeladen werden) Alternativ gibt es noch dieses >>> Faltblatt von der DEKRA zum Download

Wir helfen mit, Kinder, Radfahrer und Senioren zu schulen, damit sie uns helfen, dass wir ihnen kein Leid zufügen. Wir nerven unsere Chefs, damit sie uns die existierenden Assistenzsysteme zur Verfügung stellen, aber wir haben auch eine Bitte an die Kommunen:

Wir bitten die Kommunen, an bekannten unfallträchtigen Kreuzungen Verkehrsspiegel (TRIXI®-SPIEGEL) aufzuhängen, und damit den LKW-Lenkern die Übersicht zu erleichtern und obendrein den Radfahrern signalisieren, dass es hier für sie eine Gefahrenpotenzial gibt. Die Spiegel verbessern die Sicht und die Sicherheit und haben obendrein den psychologischen Effekt, alle Verkehrsteilnehmer auf das Gefahrenpotential an der jeweiligen Kreuzung aufmerksam zu machen.

Um diese Spiegel finanzieren zu können (ca. 100 Euro pro Spiegel, maximal 4 Speigel pro Kreuzung), sind wir ständig auf der Suche nach Sponsoren. Die Polizei sollte die Kreuzungen benennen können, wo Handlungsbedarf besteht. Die Kommunalpolitik sollte dann natürlich auf dem kürzesten Dienstweg die Umsetzung ermöglichen/erlauben und nötigenfalls die evtl. anfallenden Kosten der Montage für die Spiegel übernehmen.

Die BKF als Profi am Steuer sind in der Verantwortung, die Überlegenheit ihres Arbeitsmittel LKW durch Prävention, sowohl durch verantwortungsvolles Verhalten als auch im Besonderen durch Aufklärung, zu amortisieren. Dafür ist keine Mühe zu groß! Lassen Sie uns gemeinsam den Menschen ein wenig mehr Sicherheit auf den Straßen schenken, denn nichts ist wichtiger als das Wohl unsere Kinder!

 

Mit freundlichen Grüßen

Udo Skoppeck

>>>Text als .pdf downloaden<<<


Wer möchte kann diese Kampagne auch mit einer Spende (Spendenquittung möglich, wenn erwünscht)  unterstützen, hierzu bitte „Aktion Trixi“ als  Verwendungszweck angeben

Allianz im deutschen Transportwesen e.V.
Stadtsparkasse Solingen
BLZ 342 500 00
Konto 1513308
IBAN DE71 3425 0000 0001 513308
BIC SOLSDE33XXX

Beispielhafte Aktion in Osnabrück


Liebe Freundinnen und Freunde,

„Retten Sie Leben – Machen Sie LKW-Abbiege-Assistenten zur Pflicht!“ Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Ihr dieses Anliegen unterstützt. Je mehr Menschen mitmachen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Erfolg hat. Bitte unterzeichnet hier die Petition:>>>>

Vielen Dank!

AidT e.V.

P.S. Ihr könnt die Petition auch noch weiter unterstützen: Schickt den Link zur Petition auch an Eure Freund/innen und Bekannte!

https://weact.campact.de/petitions/machen-sie-abbiegeasssistenten-fur-lkw-zur-pflicht?bucket=nl-18-05-22-abbieg-all

 


Bildquelle des Beitragsfotos:  wikipedia, Von Jvhertum – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19727938